Geschichte
Unter dem Namen „Wasserballett“ gibt es Synchronschwimmen schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Australierin Annette Kellerman trat 1907 als erste Unterwasserballerina in einem gläsernen Wassertank in New York City auf und machte dadurch das „Wasserballett“ bekannt. Katherine Curtis formulierte für Amerika Wettkampfregeln, die die Grundlage für das heutige Regelwerk bilden. Der großen Durchbruch für das Synchronschwimmen kam durch Esther Williams in den von Hollywood produzierten „Aqua-Musicals“.
1957 fand in Deutschland der erste nationale Wettkampf im Kunstschwimmen statt. Seit 1968 wird das Synchronschwimmen von der FINA offiziell als vierte Disziplin (neben Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball) anerkannt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles war Synchronschwimmen zum ersten Mal ein olympischer Wettbewerb. Einer der wichtigsten internationalen Jugendwettkämpfe im Synchronschwimmen ist der COMEN Cup.
Nach langen Jahren der Dominanz von USA und Kanada bestimmte die letzten Jahre Russland das Geschehen. Allerdings konnte im Solo die Ausnahmeschwimmerin Virgine Dedieu bis zu ihrem Rücktritt 2007 niemand gefährden. Aktuell wird die russische Vorherrschaft durch Spanien und Japan bedroht, doch auch Kanada und China drängen (wieder) ganz nach vorne.