Dutch Open Amsterdam 28.-31.1.2010
Marina Saurenmann und Valéria Gobbi
Am Donnerstag, 28. Januar frühmorgens um 05.00 Uhr hatten wir den Schock des Lebens für unsere Fahrt nach Amsterdam. – Wetterbericht ganz schlecht, Eis, Regen oder Schnee hiess es…..so musste sich Carry und ich schnell entscheiden, wie wir am sichersten nach Amster–dam kommen. Innerhalb von Minuten entschieden wir uns, den schon gepackten Bus wieder umzuladen und den Zug in Thalwil resp. Zürich zu besteigen. Auch die beiden Schwimme– rinnen Marina und Valéria konnten wir noch rechtzeitig informieren, dass wir uns um 8.00 Uhr auf dem HB Zürich treffen werden, um mit dem Zug nach Amsterdam zu fahren.
Es war eine gemütliche Fahrt mit Umsteigen in Frankfurt. Dass die deutschen Züge nicht ge– nug Geld haben, um ihre Wagons zu heitzen zwang uns, zwischen Frankfurt und Holland, die Winterjacke anzuziehen und die Schneekappe, so hatten wir wenigsten warm. – Nach ca. 9 Stunden Fahrt erreichten wir Amsterdam und begaben uns sofort ins Hotel. Anschliessend ein kleiner Marsch im Schnee und bald fanden wir ein gemütliches altes Restaurant mit gutem Essen.
Am Freitagmorgen nur kurz konnten unsere Schwimmerinnen ins Zentrum gehen, um einige Geschenklein zu kaufen, dann aber gings rasant bei Schneegestöber ins Sloterparkbad (50m–20m), ein schöner Komplex mit eigener Sprunganlage, Nichtschwimmerbecken und Wett– kampfbecken für Schwimmer oder Synchronschwimmerinnen mit Tribüne. Das einzige was fehlte war ein Kaffee. Doch das Netzwerk von Carry half uns, und wir wurden gemütlich bewirtet. – Um 12.00 Uhr war Training angesagt, dann Sitzung und um 17.00 Uhr begann der 1. Wettkampf Solo Tech.
Solo Tech.
14 Schwimmerinnen hatten sich eingeschrieben aus 5 Ländern (Argentinien, Niederlande, Oeterreich, Serbien und der Schweiz (LNZ und Lausanne Natation). – Nachdem Marinas Solo erst kürzlich zuende choreographiert wurde, waren wir gespannt auf die Bewertung. Noten zwischen 7.6 und 8.2 zeigten uns, dass sie auf dem richtigen Weg ist, denn wir stehen ja erst am anfang der Saison. Sie war auf dem 7. Rang hinter Pamela und der Argentinierin, die nur 0.5 Punkte vor Marina stand, und nach unseren Einschätzungen (keine Schwierigkeiten), zu hoch bewertet wurde. – Aber wie ich gehört habe, müssen sie sich noch für die Olympischen Spiele qualifizieren. -Am Abend dann wurden wir von Freunden von Carry eingeladen in ein italienisches Restaurant, das wir alle schätzten, aber Eis und Schneegestöber machten uns das Leben schwer auf dem Heimweg.
Duett Tech./Solo Free
Am Samstagmorgen war das Duett Tech an der Reihe.; wir mussten relativ früh aufstehen, um das Training zu bestreiten und den Wettkampf um 09.30 Uhr zu beginnen. – Leider schlichen sich in dieser Kür noch einige Fehler ein, sodass sie den 1. Duettwettkampf auf Platz 6 beendeten. – Um 16.00 Uhr gings dann weiter mit dem Solo Free. – Marina schwamm sehr gut und erreichte Noten zwischen 7.8 bis 8.3. – Für einen 1. Wettkampf am Beginn der Saison war dieses Resultat mit dem 7. Schlussrang gut. – Leider stellten wir im Team-Wettkampf fest, dass das Niveau bedenklich schwach war, doch die Schweiz war nicht vertreten. – Am Samstagabend haben wir unsere oesterreichischen Freunde zu einem Nachtessen eingeladen in der Nähe unseres Hotels. Es war sehr gemütlich, und müde sanken wir alle ins Bett.
Duett Free
Schon war es Sonntag und es hiess früh aufstehen, packen, um 07.00 Uhr frühstücken und ab ins Bad. Um 10.00 nach einem Duett-Training begann der Duett-Free Wettkampf. – Erfreulicherweise schwammen Marina und Valéria diese Kür recht gut und erzielten Noten
Zwischen 7.6 und 8.4.
Dieser Wettkampf diente unserem Verein, um eine internationale Standortbestimmung an–fangs der Saison festzustellen. Das neue Solo von Marina wurde erst kürzlich fertig choreo– graphiert und zeigte uns, dass Marina auf dem richtigen Weg ist.
Im Duett hat vor allem im technischen Programm noch nicht ganz alles geklappt, aber im Free Programm steigerten sie sich und beendeten den Wettkampf auf dem guten 6. Schlussrang. Auch diese Küren sind erst kürzlich neu erstellt worden.
Leider war auch hier in Holland in der Richterei festzustellen, dass es zu viele holländische Richter hatte, die nicht einem internationalen Niveau gewachsen waren. Es spielte keine Rolle, ob ein Duett eine gute Balance zwischen schnell und langsamen Bewegungen und Schwierigkeiten aufwies, oder ob es sehr einfach und immer 1, 2 Takt vorgeführt wurde, wichtig war die Synchronisation (nach meinem Wissen zählt das aber nur ca 30%). Auch der faut pas der Observerin, vor dem Freeprogramm im Duett die Richter darauf aufmerksam zu machen, dass man das argentinische Duett besser benoten müsse, war keine Bravourleistung, solche Informationen sollten nach einem Wettkampf passieren! Kaum ein Richter getraute sich, eine wirklich verdiente Note zu geben. Ob das Argentinien hilft? – Ich fand unser Duett klar besser.
Ansonsten haben wir als Klub, unser Ziel erreicht, und frühzeitig einen Vergleich ziehen können in einem international guten Wettkampf. – Dieser verhilft uns, in den nächsten Wochen und Monaten, an den noch vorhandenen Fehlern und Mängeln zu arbeiten.
Alles in allem aber (nebst dem schlechten Wetter) war es für uns ein lehrreiches verlängertes Wochenende.
Susi Morger
