24. Jugendländerkampf im Synchronschwimmen in Düsseldorf
Mittwoch, 31. März – Sonntag, 3. April 2010
Bereits am Mittwochmorgen, um 07.00 Uhr starteten wir unsere Reise mit 2 Privatautos (Lucia und Claudia Ermano) und dem LNZ-Bus vom Parkplatz des Hallenbades Riedtli aus nach Düsseldorf. Nach den vorangehenden Schneefällen und Regengüssen in den Tagen zuvor, waren wir sehr glücklich, die Reise möglichst gemütlich, sogar teilweise mit Sonnen– schein unter die Räder zu nehmen. – Nach verschiedenen „Brünnelipausen“ und dem Mittag–essenstop erreichten wir bereits nach 7 ½-Stunden das Hotel Park-Inn in Düsseldorf. – Wir hatten genug Zeit, um in aller Ruhe das Hotel zu beziehen, etwas auszuruhen, bevor das 1. Training im nahegelegenen Schwimmbad begann. – Es fehlte nur Sascia, die mit dem Flieger etwas später anreiste. Nach einer unvorhergesehenen Irrfahrt vom Flughafen in die Stadt erreichte auch sie so ca. um 21.30Uhr unser Hotel mit unserem Chaperon, Claudia. Wir alle waren sehr glücklich, dass nun alle da waren. – Noch am selben Abend um 20.00 Uhr fand die Manager- und Richtersitzung im selben Hotel statt. – Wir erfuhren, dass 18 Länder mit ca. 25 Nationalmannschaften oder Klubs angemeldet waren mit ca. 172 Schwimmerinnen. Wir waren erleichtert, nachdem wir erfahren hatten, dass ein Computer auf 3 verschiedene Arten die Auslosung sowohl in der Pflicht als auch in den Küren bereits vorbereitet hatte, man musste also nur die Nr. 1, 2 oder 3 wählen. Glücklicherweise hatten die LNZ nirgends die Nummer 1 gezogen. Nur im Team free hatten wir die Startnummer 2, also noch recht passabel für LNZ-Verhältnisse. – Nach der Sitzung erfreuten wir uns, mit allen bekannten Freunden aus dem Kreis der Synchronschwimmer noch etwas zu plaudern.
Am Donnerstagmorgen begann der Wettkampf mit der Pflicht. 172 Schwimmerinnen muss–ten je 4 Figuren einzeln vorführen an den 4 Kampfgerichten mit je 5 Richtern. Barbara, Carry und ich hatten also einen Monsterwettkampf durchzustehen. – So dauerte dieser Wettkampf doch ca. 4 ½ Stunden mit einer kurzen Pause von 10 Minuten in der Mitte. An meinem Panel z.B. war der Flying Fish zu zeigen, eine relativ schnelle aber schwierige Figur mit dem – Schwierigkeitsgrad von 3.0. Da es eine neue Figur war, die noch nicht solange von Richtern gerichtet werden konnte, war ich gespannt, wie das ausgeht. – Schon bei der ersten Figur, die ausgeführt wurde, hatten 4 Judges einen 1. Schock. Es stellte sich heraus, dass ein Schwede in unserem Panel zum ersten Mal überhaupt an einem internationalen Wettkampf richtete, und die Figur war ihm überhaupt nicht bekannt. Alle übrigen 4 Richter zeigten Noten zwischen 5.9 und 6.2, aber unser Neuling zog die Note 8.00. – Eine kurze Diskussion mit ihm, half ihm dann für den weiteren Verlauf des Wettkampfes.– Ein Superresultat erreichte unsere Fabienne Schmid. In einem Feld von 172 Schwimmerinnen erreichte sie den ausgezeichneten 30. Rang und war zusätzlich noch die 3. beste Schwimmerin der Schweizer-Jugendnationalmannschaft. Aber
auch unsere B-Leute erreichten einige gute Ränge, die uns positiv in die Zukunft blicken lassen. – Verdient konnten wir dann am Nachmittag noch die Stadt besuchen oder einfach nichts tun und relaxen.
Am Freitagmorgen, 09.00 Uhr war das Solo der Age Group A angesagt. Für unseren Verein startete nur eine Schwimmerin, Sascia Kraus. Sie erreichte 69.948 Punkte, was einer knappen 7.0 gleichkommt. Ihre Kürnoten waren im Kreise der besten 10, damit erreichte sie Platz 16 von 31 Solos. Von der kanadischen Richterin bekam sie 8.1, was mir doch aufzeigte, dass die Ueberseer ganz anders beurteilen, vor allem Raumaufteilung im artistischen Teil kommen sehr gut weg. Leider aber zählten für die Gesamtnote: 50%Pflicht und 50% Kür für das Endresultat. Also muss sie noch besser werden in der Pflicht. – Am Nachmittag waren dann die Duette B und A an der Reihe. Im Duett-B schaffte Simone Ruckstuhl und Marina Ganci den ausgezeichneten 5. Platz von 17 Teilnehmenden und sie erhielten dafür auch ein Diplom (bis Rang 6).- In der Kür schwammen sie die 4. beste Kür, und mit einem noch besseren Pflichtresultat ist eine Madaille in Sichtweite für die Zukunft. Herzliche Gratulation an die Schwimmerinnen und ihre Trainerinnen (Carry, Lucie, Madeleine und Lorena).
Duette Age Group A, unser Junioren-Nati-Duett Laura Ermano und Sereina Richner erreichte Platz 15 von 26 geschwommenen Duetten. Das Pflichtresultat war schon viel besser. Dicht gefolgt auf dem 17. Platz war unser Klub-Duett mit Sascia Kraus und Fabienne Schmid. Ein kleiner Blackout am Schluss bei der letzten Figur verhinderte leider ein besseres Resultat. Auch beim Duett der Geschwister Widmer konnten wir einen erfreulichen Schritt nach vorne beobachten und der 21. Schlussrang zeigte uns eine stetige Steigerung, auch hier müssen wir noch mehr an der Pflicht arbeiten.
Am Samstagmorgen bereits um 09.30 Uhr begann das Solo Age Group B. Auch hier erreichte Simone Ruckstuhl einen ausgezeichneten Schlussrang 6 von 24 Solistinnen. Ein 2. Diplom für sie. Sie erreichte die 2. höchste Note in der Kür und mit einer besseren Pflichtnote würde sie in Bälde auf die Podestplätze kommen. Herzliche Gratulation. – Um 14.00 Uhr dann waren die Combos an der Reihe. Unsere Klub-Combo erreichte den guten Platz 5 und sie erhielten alle auch ein Diplom, herzliche Gratulation an Nathalie De Vallière, Marina Ganci.
Tanja Krismer, Sascia Kraus, Maxi Lotz, Simone Ruckstuhl, Fabienne Schmid, Giordana und Désirée Widmer. – Am Schluss des Tages waren noch die Team Free an der Reihe. – Leider musste sich Désirée so ca. 20 Minuten vor dem Wettkampf nach einem kleinen Missgeschick bei der Hebefigur im Training noch einen kleinen Abstecher ins Spital über sich ergehenlassen wegen Abklärung einer allfälligen Verletzung. – Dies erklärte dann auch die nicht ganz volle Konzentration bei der Vorführung der Kür, musste doch auch die Reserveschwimmerin Simone in der letzten Minute definitiv einspringen und sie machte ihre Sache sehr gut. Zum 7. Platz von 12 Küren darf man herzlich gratulieren. Und glücklich waren wir, als wir Désirée wieder auferstanden sahen mit der guten Nachricht, dass es keine grosse Verletzung ist, sondern einfach eine schmerzende Quetschung. – Ein tolles und lustiges Abschiedsfest mit vielen Attraktionen der Schwimmerinnen rundete diesen Wettkampf sehr zufrieden ab. In der Nationenwertung waren die Limmat-Nixen von 26 Natis oder Klubs auf dem 3. Schlussrang, herzliche Gratulation zu diesem Erfolg. – Die Heimreise traten wir am Sonntagmorgen nach einem ausgiebigen Frühstück erst nach 10.00 Uhr an. Es war eine paradiesische Fahrt nach hause ohne viel Verkehr oder Schnee, hin und wieder ein Regenguss ganz nach dem Motto Aprilwetter. Nach knapp ca. 7 Stunden bei Tageslicht waren wir in Zürich.
Es war wiederum ein erfolgreiches Wochenende, wenn man bedenkt, dass auch hier die Limmat-Nixen gegen fast alles Junioren-Nationalmannschaften kämpften. Herzliche Gratu–lation an die Schwimmerinnen und ihre Trainer (Carry, Lucie, Susi, Sarah A. Madeleine, Lorena) und unsere Richter (Barbara, Carry und Susi). Nicht vergessen möchte ich aber, unseren Chaperon, Claudia Ermano, die uns immer verwöhnte und auch im Spital Désirée zur Seite stand.
Susi Morger